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CO2 Konzentration steigt immer schneller

geschrieben von Ole

Letzte Woche machte es die Runde: “Die CO2 Konzentration steigt so schnell wie nie zuvor“. Ein Problem, ein Riesenproblem, welches man gar nicht mehr gut reden kann, geschweige denn sollte. Gefragt sind jetzt Lösungsansätze. Sinnvolle Lösungsansätze. Treibstoffe aus Kohlenstoffdioxid herzustellen? Grandiose Idee, aber definitiv keine Lösung für das aktuelle Problem. Matratzen aus Kohlenstoffdioxid herstellen? Ebenfalls eine schöne Idee, aber keine Lösung um die CO2 Konzentration in der Atmosphäre zu senken.

Und nun?

Um auf sinnvolle Lösungen zu kommen, muss die Gesellschaft und voran auch die Politik umdenken. Big Time. Es wird überall vom verringerten CO2 Ausstößen geredet. Es werden Emissionsgrenzen beschlossen und daran halten tut sich eigentlich niemand. Was fehlt ist der Blick auf das große Ganze.

CO2 der Teufel

Es scheint so als würden wir das CO2 einfach produzieren, es entsteht immer und ist gefährlich. Diese Sichtweise ist aber zu kurz gedacht. Denn, und das ist die Krux, wir benötigen auch CO2 für das Leben auf der Erde. Unsere gesamte Vegetation benötigt CO2 für die Photosynthese. Wie passt das jetzt zusammen?

Der Kreislauf des Lebens

Naja, die Überschrift ist etwas dick aufgetragen. Aber es geht am Ende genau um ein Wort, nämlich: “Kreislauf”.

Über Millionen Jahre hinweg hat sich auf der Erde ein Gleichgewicht eingestellt, also bis zu dem Punkt an dem Menschen den Lauf der Geschichte selbst in die Hand nahmen. Es gab ein Gleichgewicht zwischen CO2 in der “Luft” und gespeichertem CO2. Dieses gespeicherte CO2 beschreibt Pflanzen, Torf, Kohle, Tiere, … Insbesondere seit der Industrialisierung und der damit einhergehende boomenden Kohleindustrie haben wir dieses Gleichgewicht aber mächtig gestört. Es wurde bewusst Kohle (= gespeichertes CO2) aus den Tiefen der Erde geholt und … verbrannt. In diesem Prozess wurde CO2 freigesetzt, welches eigentlich fest gebunden war. Gleichzeitig haben wir angefangen Waldflächen zu roden (= gespeichertes CO2) und dabei anfallende “Biomasse” … verbrannt (= Freisetzung von CO2 in die Luft). Diese Liste kann man beliebig lange weiterführen, aber ich denke, dass Prinzip ist verstanden. Vorher “festes” Kohlenstoffdioxid wurde als Gas in die Atmosphäre geblasen.

Was tun?

Gute Frage, nächste Frage. Zunächst einmal sollten wir uns nun, da wir das eigentliche Problem identifiziert haben – ein gestörtes Gleichgewicht – überlegen wie man so ein Gleichgewicht möglicherweise wiederherstellen könnte. Was stark verkürzt heißt: Wie bekommen wir CO2 aus der Luft wieder fest gebunden und aus der Luft heraus. Ich möchte hier exemplarisch auf das Beispiel der Waldrodung zurückgreifen, denn diesen Prozess könnte man (stark vereinfacht) auch als reversibel ansehen. Denn Bäume (Pflanzen im Allgemeinen) benötigen CO2 zum Wachstum, sie speichern es. In der Theorie könnte man die Bäume ab einer bestimmte Größe einfach fällen und verbuddeln. Klingt komisch, ist es auch. Und doch sind wir hier einem grundlegenderen Prinzip auf der Spur: CO2 der Umwelt zu entziehen. Was ein völlig anderer Ansatz ist, als der am Anfang des Artikels genannte: CO2 Emissionen verringern. Am Ende ist es völlig egal wie viel CO2 wir freisetzen, wenn wir eine Möglichkeit finden, die selbe Mengen an CO2 auch wieder der Luft zu entziehen.

Bäume fällen und verbuddeln ist leider selbst mit dem Ausstoß von CO2 verbunden, weshalb die Klimabilanz des Vorgehens vermutlich eher negativ als positiv ausfällt. Und auch habe ich sämtliche verbunden Umwelteinflüsse eines Waldes (Flora und Fauna) außen vorgelassen. Es soll lediglich eine vereinfachte Darstellung des Prinzips sein.

Beitragsbild: CC BY 2.0 DE / Foto von Spyridon Natsikos

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Ole

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